Vorsätze

Erzählt mir heute doch jeder von seinen Vorsätzen.
Auf der Silvesterfeier war einer lustig, der sagte schon um zehn, dass er das Rauchen wieder anfangen würde. Das wäre sein guter Vorsatz für das neue Jahr. Wo doch jetzt überall das Rauchverbot kommt. Um halb zwölf steckte er sich dann eine Zigarette in den Mund und nahm ein tiefen Lungenzug. "Scheiß auf die guten Vorsätze. Ich breche sie jetzt schon!" maulte er witzig.
Ich habe keine Vorsätze. Vorsätze halten nicht. Als ich klein war, hab ich geschworen, niemals ein Auto zu benützen. Denn das würde den kleinen Fisch im See töten. Durch die Abgase. Wie ich auf den Dreck gekommen bin, weiß ich nicht mehr. Später dann hab ich in der Schule mit einem Klassenkameraden bei einer Lehrerin einen Vertrag unterschrieben, niemals mit dem Rauchen zu beginnen. Würden wir es bis achtzehn durchhalten, würde uns die Lehrerin ein 20 Kugeln starkes Eis kaufen. Mit vierzehn war das damals noch richtig was wert!
Zwei Jahre später war mein Klassenkamerad der größte Hanfdealer aus dem Dorf. Ich selbst fing mit siebzehn an zu qualmen.
Und vor genau zwei Jahren hab ich es dann wieder aufgegeben. Bisher erfolgreich.

Dieses Jahr sind meine Vorsätze eher sowas wie Pläne.

Die Frau für das Leben finden

Ja, ist so eine Sache mit den Frauen. Mein alter Herr züchtet Schafe und er will, dass ich das mal übernehme. Und weil ich das nicht kann, weil ich Schafe blöd finde, suche ich eine Frau die dafür bereit ist. Und überhaupt, man(n) muss mit diesem Gedanken ja mal spielen. Warum nicht im Jahre 2007?

Das Schloß beziehen

Herr M. und ich werden ab März in einem eigenem Haus residieren. Eine WG bilden. Es wird sicherlich die Sensation des Jahres, denk ich. Jedenfalls bin ich voller Vorfreude, schließlich ist es ja nicht mehr lang bis dahin.

Ein neues Auto besorgen

Und das kommt definitiv im Februar. Denn dann wird die TÜV - Plakette fällig. Diese Schrottkarre verkauft nicht einmal ein Mafiose an einen Polen oder an irgendwelche afrikanischen Elefantenjäger. Die Tachonadel eines VW Golfs ist mehr wert als die ganze Kiste. Wenn ich aber zurückdenke, hatte ich schon weitaus schlimmere Autos. Ich glaube sogar, es war mein erstes, welches die Notschlachtung wirklich am nötigsten hatte. So fuhr ich zum Beispiel bei einer Kreuzung mit einer schönen Geschwindigkeit eine starke Linkskurve. Mein Beifahrer war müde oder betrunken (ich weiß es nicht mehr so genau) und hockte unangeschnallt im Sessel. Bei der Kurve drückte sein Körper gegen die Türe und schon war er weg. Passiert ist zum Glück nichts schlimmes, mein Auto erlitt nur kleine Kratzer. Ich hatte damals Riffelblech an die Seitentüren angebracht, damit der Rost die Türen nicht fressen konnte. Es war aber leider ein bisschen zu dick, was das Türe verschließen erschwerte.

Und das war´s dann auch schon. Bagatellen, nicht wahr?


Solverat | 2. January 2007 | - Kategorie: History | Tags:,



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