Hör mal lieber Kioskbesitzer!

Ich hätte dir gerne einfach so 100.000 Euro geschenkt. Damit du nicht mehr Zigaretten und Zeitungen an alte Menschen verkaufen musst. Du hättest dein restliches Leben entspannt genießen können, am Strand auf einer Insel.

Ich war mir sicher, dass du mir die Gewinnzahlen gegeben hast. Schließlich war es mein erster Lottoschein. Ein Anfänger bekommt normalerweise Bonuspunkte. Aber weißt du was? Nicht eine einzige Zahl auf meinem Lottoschein tauchte in den Gewinnzahlen auf. Nicht eine einzige. Ich bin mir jetzt sicher, dass der Computer absichtlich die falschen Zahlen gewählt hatte.
Jetzt steck ich tief im Schlamassel. Weißt du wie viele Versprechen ich jetzt brechen muss? Zum ersten darf meine Schwester keine Weltreise antreten, der Chef meines Kollegen verliert nun seine Firma, ich muss weiter in meinem Büro versauern und darf nicht selbstständig werden, meine Mutter muss weiter hart arbeiten, die 7 Putzfrauen für unser Haus bekommen jetzt doch keine fixe Anstellung. Mein Vater bekommt nun doch keinen lebenslangen Gutschein für alle Landwirtschaftsgeräte und muss auf die verfrühte Pension verzichten. Der Karibikurlaub mit anschließender Weltreise und mein neues Auto sind jetzt nur noch belanglose Faseleien.

Siehst du jetzt, was du angerichtet hast? Das ganze Geld, einhundert Millionen Euro beokmmt ein einziger Belgier. Das möchte ich mir gar nicht ausmalen. Geld für die Mafia und Korruption. Belgien liegt im Korruptions-Index auf Platz 20. Nur damit du das weißt. Also bei mir wäre das sicherlich besser aufgehoben. Ich hätte auch den armen Kindern mit den dünnen Armen in Afrika was gegeben. Die mit den schmutzigen Eimern stundenlang laufen müssen, um Wasser zu bekommen.

Ein Milliönchen hätte auch gereicht. Du hättest dann zwar davon nix abgekommen, denn eine Million muss man sich schon besser einteilen, aber ich wäre dann besser dran gewesen als jetzt.

Ach menno, wo ist mein Butterbrot.


Solverat | 10. February 2007 | - Kategorie: History | Tags:,



Verwandte Beiträge: