Schimpfwortbeitrag

Diese Scheißkatzn. Diese verdreckten ***** Scheißkatzn.

Zuerst stiefelten sie mir auf meinem Autodach herum. Dann kam der Schnee und verdeckten den gemachten Dreck. Das beruhigte mich ein wenig, die Nachtschicht hatte ich bereits wieder vergessen, denn auf dem Schnee hatten die Vierbeiner keinen Bock herumzulümmeln.
Als dann der Schnee bis zu den Abenden hin wieder wegschmolz, tanzten die Viecher aufs neue die ganze Nacht über auf meinem schönen Lack herum. Diese Mülltiere. Am nächsten Morgen, wenn ich dann aus dem Fenster schielte, lag wieder Schnee darauf. So wurde das Schlachtfeld, welches sich unter der Schneeschicht versteckte, unsichtbar.

Bis zum heutigen Tag.

Es verlief zunächst alles ganz normal. Am Morgen verpennt ins Auto rein, ab zur Arbeit. Am Abend dann dasselbe, nur umgekehrt. Zuhause angekommen drückte ich die Autotüre zu und sperrte ab. Dabei schweifte mein Blick über das Dach. Heute glänzte es besonders, durch die Sonne. Fast musste ich bei diesem schönen Anblick weinen. Doch was war das? Mein Blick blieb, zusammen mit den Sonnenstrahlen, in einer tiefen Schlucht aus weißem Material stecken. Ein Grand Canyon tat sich auf. Ich bekam plötzlich keine Luft mehr. Mein Blick war gefangen in den dunklen Weiten des aufgeschürften Lacks. Der Drang zum Weinen stieg wieder an. Kilometerweit schlängelte sich der, eindeutig von einer Katzenkralle erzeugten, megabumbastische Ultrakratzer über das Dach. Wütend schrie ich auf. Mein Blick und die Sonnenstrahlen brachen zusammen mit einem Teil meines Herzen entzwei. Diese verschissenen, oberverdreckten, behinderten Saukatzen. Und noch tausend weitere Schimpfwörter schimpfte ich. Wie ein Rohrspatz. Ich drücke aus Zorn hundertmal auf den Knopf an meinem Schlüssel, sodass mein Auto ganz aufgeregt blinkte. Es wollte mir zustimmen. Bestimmt.

TOD!

In der Garage fand ich ein Mardervertreiber. (Ja, wie im Fernsehn. Wenn man sich ordentlich was wünscht, mit viel Hass und Bosheit, findet man(n) alles in der Garage. Auch wenn man es vorher hätte schon installieren sollen, es wäre sonst einfach eine zu fade Geschichte geworden.) Ein Mardervertreiber ist kleines technisches Gerät, welches man unter das Auto klemmte und es dann im Ultraschallbereich ein Pipen ausstrahlt. Eine herrliche Sache. Ich hatte aber keine Zeit und keine Lust, dieses Gerät an meinem Auto zu plazieren. Ich würde eher etwas kurzschließen, würde selber noch zum Pipen beginnen, als dass ich dieses Teil zum fiepen bringen würde.

Ich brauchte also einen 12 Volt Anschluss. Mein altes Auto steht immer noch auf unserem Grundstück und rostet vor sich hin. Ich hätte es schon längst wegschaffen sollen, der überraschende Winter verzögerte dies jedoch. Also zog ich aus einem anderen Kasten ein paar Meter Kabel und klemmte dies als Verlängerung an den Marderverbreiber. Das andere Ende zog ich zu meiner alten Karre und schloss es an dessen Batterie. Na bitte. Sie funktionierte einwandfrei. Das kleine Gerät pfiff auch gleich hässlich vor sich hin. Den Mardervertreiber legte ich vor mein neues Auto auf den Boden. Ich war zufrieden. Tod dem Mardergehör. Tod dem Katzengehör. Ich hoffe, das Gerät ist illegal, geht ein Schritt weiter und tötet die Mistviecher. Normalerweise können das die Gerätschaften, welche mein Vater in der Garage hortet. Die sind alle illegal.

Tod dem borstigen Besen, mit dem ich bei Schneefall jedesmal das Autodach befreite…

DIE KATZEN SIND SCHULD. UND DIE MARDER. NICHT ICH!


Solverat | 26. March 2007 | - Kategorie: History | Tags:, ,



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