iBook g3 Experience

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Seit einer Woche schon liegt nun das kleine iBook G3 bei mir herum. Die Festplatte sollte getauscht werden, Kenner werden jetzt bereits leise aufstöhnen oder zumindest ein wenig grinsen müssen.

Eine Festplatte eines iBook zu tauschen ist nicht nur eine persönliche Lebenserfahrung. Man wird sich auch bald eingestehen: Das werde ich nie wieder im Leben machen. Eine solch derart streng verbautes Teil habe ich noch nie gesehen.
Vor einer Woche beschritten wir den langen Pilgerpfad in das Innere des Gehäuses. Zusammen mit einem Netzwerktechniker, welcher letztens eine Notebook-Festplatte einer Kollegin im Vollrausch zwischen Tür und Angel in zwei Minuten austauschte, wollte bei dieser Höllenfahrt unbedingt dabei sein. Er wusste nicht auf was er sich da einließ. Ich auch nicht.

Nach zwei Stunden intensiver und konzentrierter, wenn auch manchmal mit brachialer Gewalt versehener Anstrengung, konnten wir die Platte freilegen. Wir beschrifteten weder Schrauben, noch ihre Herkunft, noch sonstige Dinge, die uns beim Zusammenbau helfen hätten können.

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Und wie zu erwarten, ging nach erfolgreichem Tausch der Platte überhaupt nichts mehr. Das iBook blieb dunkel und machte keinen Mucks mehr. Die Enttäuschung war groß. So groß, dass wir das Ding eine Woche offen herumliegen ließen.

Heute um 13.00 Uhr machte ich mich noch einmal ans Werk. Diesmal konzentriert und bedacht. Schraube für Schraube, Teil für Teil.
Und tatsächlich: Nach drei Stunden war das Ding wieder flott. Samt System und geladenem Akku. Und wenn man hinten gegen den Rücken des iBook drückt, während man den Power-Knopf drückt, läuft das Ding wunderbar an. Nix da, das Gerät läuft jetzt ohne Murren und Drücken. Damit kann ist ein Hardware-Laie wie ich absolut zufrieden.

Fazit: Nie wieder. Nie wieder öffne ich freiwillig ein Produkt von Apple.


Solverat | 24. May 2008 | - Kategorie: Emotional | Tags:, ,



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