Fokuhila - Die Arschlöcher der Volksmusik

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Fokuhila spielte(n) gestern im Einklang.
Ich kenne sie schon seit längerem, fand die Bildergalerien und deren Bildbeschreibungen herrlich amüsant. Eigentlich die ganze Website.
Ich hab aber nie wirklich ihre Songs angehört, da ich mir dachte, diese Band sei absolut grottenschlecht. Ist sie auch. Aber genialst grottenschlecht.
Angefangen von ihren blonden Perücken bis hin zu den derbsten Songtexten, (Wir haben nichts im Hirn, und auch nichts zu verlier’n, Proleten so wie wir, die denken nur ans Bier) die unauffällig in perfektem Klang gesungen werden, ist alles ein sehr gut durchdachtes Konzept. Man könnte schon fast meinen, ein wenig zu gut für ihre Absichten. Würde ein Label im Hintergrund stehen, wäre das sicherlich keine Überraschung.

Die Band überzeugte von guter Choreographie, der Sänger verblüffte mit seiner Stimme. Und zwar gewaltig. Hab ich vielleicht blöd geschaut. Jetzt im Nachhinein find ich es bemerkenswert, was die Jungs bereits alles geleistet haben.

Würden in Vorarlberg die Amateurbands ihre Instrumente so gut beherrschen wie Fokuhila auf der Bühne schauspielert, würden sie jeden Schwachsinn so glasklar und perfekt abgemischt aufnehmen, so würde das Land wohl zu einer starken Konkurrenz für Liverpool werden.

Kennt man Helge Schneider, mag man auch Fokuhila. Genialität hinter Sarkasmus und Ironie. Die Jungs im Auge behalten, sag ich.

Hier noch ein Audiobeispiel! (unbedingt anhören)


Solverat | 3. December 2006 | - Kategorie: History | Tags:,



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